Gemeindekonzeption

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Präambel

Im Vertrauen auf Gott den Schöpfer, der sich das Volk Israel bleibend erwählt und in Jesus Christus sich als barmherziger Vater offenbart hat und der durch den Heiligen Geist unter uns wirkt, stellt sich die Kirchengemeinde Birnbach vor und formuliert die Perspektiven und Ziele für ihren zukünftigen Dienst.

Die Kirchengemeinde Birnbach versteht sich gemäß der Art. 5 und 6 der Kirchenordnung als eine ansprechende Gemeinde, was für sie zweierlei bedeutet:

-    zum einen will sie mit der einladenden und befreienden Botschaft von Jesus Christus Menschen ansprechen und zusammenführen, die auf der Suche nach Lebensorientierung sind und die aus Freude am Miteinander und aus Verantwortung füreinander Bereicherung erfahren möchten im gemeinsamen Nachdenken, Handeln und Erleben.
-    zum anderen will sie ansprechbar sein für die vielfältigen Gaben, die ein jeder und eine jede empfangen hat durch die Gnade Gottes (1Petr 4,10). Daher ist jede und jeder nach Neigung und Fähigkeiten zur Mitwirkung eingeladen. Mit Offenheit begegnet die Kirchengemeinde stets neuen Ideen und Anregungen, die der Stärkung und Förderung des Gemeinde-Erlebnisses sowie der Bewältigung diakonischer Aufgaben dienen.

Äußere Beschreibung der Kirchengemeinde

Lage und Infrastruktur

Die Evangelische Kirchengemeinde Birnbach gehört zum Kirchenkreis Altenkirchen in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zur Kirchengemeinde als Flächengemeinde gehören die Orte Birnbach, Hasselbach, Hemmelzen, Hilkhausen, Marenbach, Oberirsen, Oberölfen, Rimbach, Werkhausen, Weyerbusch und Wölmersen.
In allen Dörfern zusammen leben ca. 2400 evangelische Christen. Das sind 76% der Gesamtbevölkerung (Stand: Oktober 2003).
In dem nach Einwohnerzahl größten Ort Weyerbusch sind fast alle für eine gute Infrastruktur notwendigen Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen zu finden. In Birnbach gibt es eine Bäckerei und einen Mini-Markt. In Oberölfen gibt es eine Metzgerei und in Hemmelzen ein kleines Lebensmittelgeschäft. Allerdings gibt es verschiedene landwirtschaftliche Betriebe, die einen Direktverkauf vom Hof anbieten. Die landwirtschaftlichen Aktivitäten in der ländlich geprägten Kirchengemeinde konzentrieren sich zunehmend auf wenige Betriebe, die expandieren müssen, um wirtschaftlich arbeiten zu können.
Da es nur wenige gewerbliche Betriebe im Bereich der Kirchengemeinde gibt, pendeln viele Gemeindeglieder zur Arbeit in die Kreisstadt Altenkirchen, nach Siegburg, Bonn, Köln und Neuwied.
Das Vereinsleben ist geprägt von Sportvereinen und Chören. Eine Grundschule gibt es in Weyerbusch, Kindertagesstätten in Birnbach und Weyerbusch. Mit den Vereinen, der Schule und den Kindertagesstätten wird durch vertrauensvolle Kontakte gute Zusammenarbeit gepflegt.

Gebäude der Kirchengemeinde

Friedhof

Die Kirchengemeinde unterhält in Birnbach einen eigenen Friedhof, auf dem Menschen aus den Orten Birnbach, Hemmelzen, Marenbach, Oberirsen, Rimbach und Wölmersen bestattet werden. Er wird von einem Ausschuss verwaltet, dem auch Vertreter der betreffenden Ortsgemeinden angehören.

Kirchliches Leben im Umfeld der evangelischen Kirchengemeinde

Innenansichten der Kirchengemeinde

Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten

Die biblische Botschaft von Jesus Christus ist der Grund, auf dem die Gemeinde steht und die Wurzel, aus der die Gemeinschaft lebt. Verkündigung und Seelsorge sind zentrale Aufgaben der Gemeinde, die im gemeinsamen Feiern von Gottesdiensten und in Zusammenkünften zum Gespräch über biblische Texte wahrgenommen werden. Gottesdienste und Bibelstunden fördern das Gemeinschaftserlebnis und bilden das Bindeglied zwischen Kreisen und Gruppen mit ihren je eigenen Aktivitäten.
Die Zusammenkünfte werden in unterschiedlichen Formen und an verschiedenen Orten durchgeführt, um die Bedürfnisse möglichst vieler Menschen unserer Gemeinde zu erfüllen. Insbesondere gilt es das Bewusstsein der Menschen in den einzelnen Orten dafür zu stärken, dass sie ein Teil der ganzen Gemeinde sind. Sowohl traditionellen liturgischen Formen, die meist älteren Menschen wichtig sind, als auch neueren Formen der Gottesdienstgestaltung, die dem Lebensgefühl der heutigen Jugend entsprechen, wird Raum gegeben.

In Zukunft wollen die Kirchengemeinde und besonders der Jugendausschuss darüber nachdenken, auf welche Weise innergemeindliches Potenzial entdeckt und genutzt werden kann. Insbesondere bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden könnten Gaben entdeckt werden. Für diese gilt, dass sie noch stärker in den sonntäglichen Gottesdienst durch Anspiele, Lesungen u.ä. einbezogen werden müssen. Mindestens einmal im Monat sollte ein Gottesdienst in jugendgemäßer Sprache gefeiert werden.
Es wird nach zusätzlichen Möglichkeiten gesucht, den Konfirmandinnen und Konfirmanden das Miterleben von Gemeinde zu erleichtern. Durch die veränderten Lebensbedingungen wird auch über andere Formen der Unterrichtsgestaltung nachzudenken sein (z.B. Blockseminare, übergemeindliche Begegnungen u.ä.) Außerdem wird sich darum bemüht, ehrenamtlich Mitarbeitende für die Konfirmandenarbeit zu gewinnen.
Die Kirchegemeinde nimmt den Beschluss der Landessynode 2004 auf und gestaltet eine „Schöfpungszeit“ in Rahmen und Möglichkeit des Konfirmandenunterrichtes.
Die Kirchengemeinde wird außerdem in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde verstärkt Schulgottesdienste feiern und mit den Kindertagesstätten über die Weihnachtsgottesdienste hinaus Kontakt halten.
Ebenfalls sollen die Kontakte zu „Neues Leben“ und der „Evangelischen freikirchlichen Gemeinde“ in gegenseitiger Achtung gestärkt werden. Dazu gehören gegenseitige Kenntnis der jeweiligen Angebote und gemeinsame Gottesdienste (bisher fand erst ein gemeinsamer Gottesdienst statt) sowie der gegenseitige Besuch bei besonderen Anlässen.
Es wird auch nach Wegen gesucht, wie der ursprüngliche Sinn der Abendmahlsbibelstunden wieder stärker herausgearbeitet werden kann, z.B. indem angeboten wird, das Abendmahl mit Menschen aus einem Dorf bei der- oder demjenigen zu feiern, der wirklich das Haus nicht mehr verlassen kann.
An den Bibelwochen hält die Kirchengemeinde bewusst fest, da sie ein wichtiger Baustein für eine projektorientierte Gemeindearbeit sind. Gerade hier können Menschen angesprochen und für die christliche Botschaft gewonnen werden.

Mitarbeiter der Kirchengemeinde

Natürlich lebt eine Gemeinde von den Menschen, die in ihr und mit ihr leben. Ganz wichtig sind neben den haupt- und nebenamtlich Dienstleistenden die Menschen, die ehrenamtlich in der Gemeinde tätig sind.
Ehrenamtlich Tätige:

Haupt- und nebenamtlich Tätige:

Bei ständiger Verringerung der verfügbaren Finanzmittel wird das Presbyterium in nächster Zeit verstärkt darüber nachdenken müssen, in welcher Weise und in welchem Umfang künftig zum einen ihre Gebäude unterhalten und zum anderen die Dienste angeboten werden können.
Zunächst sollen die zwei ¾-Küsterstellen auf eine Stelle reduziert werden, wobei die verbleibende Arbeit durch Reinigungskräfte oder ehrenamtliches Engagement aufgefangen werden muss.

Presbyterium und Ausschüsse

Das Presbyterium versteht sich als Leitungsgremium, das in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Vertretern der Gruppen und Kreise sowie den Ausschüssen Entscheidungen trifft, die dem innerlichen und äußerlichen Wachstum der Gemeinde dienen.
Als Handlungsprinzip und für die Organisation ist folgendes Vorgehen erwünscht:

Das Presbyterium soll in seiner Zusammensetzung das Spiegelbild der Gemeinde sein. Es ist wünschenswert, dass aus jedem Dorf ein Presbyter oder eine Presbyterin im Presbyterium ist.
Das Presbyterium hält durch einzelne Mitglieder Kontakt zu Gruppen und Interessensverbänden in den Dörfern, die zur Kirchengemeinde gehören. Das Presbyterium fördert an erster Stelle das ansprechende und ansprechbare Bild der Gemeinde. Dazu gehört, dass der Informationsfluss untereinander und unter den Gruppen und Kreisen gefördert wird.
Das Presbyterium hat zur Zeit sechs Ausschüsse gebildet:

Alle Ausschüsse arbeiten dem Presbyterium zu. Sie beschäftigen sich entweder mit Themen, die ihnen vom Presbyterium aufgegeben oder die an sie aus der Gemeinde herangetragen worden sind.
In Zukunft will das Presbyterium besonders darauf achten, dass der Informationsfluss unter den Mitarbeitenden und Gemeindegliedern gefördert wird. Dem Gemeindebüro wird dabei zunehmend die Aufgabe zufallen, als Informationsverteilungszentrale zu fungieren.
Für die Arbeit der Ausschüsse sollen noch stärker als bisher neben Presbyteriumsmitgliedern kompetente Gemeindeglieder (maximal bis zur Hälfte der Ausschussmitglieder) gewonnen werden. Eine Ausnahme bildet der Friedhofsausschuss, in dem durch die Repräsentanz der Ortsgemeinden die Presbyteriumsmitglieder bereits jetzt schon in der Minderzahl sind.
Das Presbyterium überprüft regelmäßig die Umsetzung und Weiterführung der Gemeindekonzeption.

Kreise und Gruppen

Die Gruppen und Kreise wollen in ihrer bunten Vielfalt vielen Menschen eine Möglichkeit bieten, einerseits sich mit ihren Gaben einzubringen und andererseits ein Zuhause in der Gemeinde zu finden. Auch die Gruppen und Kreise sind ansprechbar und wollen ansprechend für die Menschen sein.

In einer Zeit zunehmender Meinungsvielfalt und Pluralität bieten diese Kreise einen Raum für die Diskussion von Glaubensfragen sowie für persönliche und familiäre, gesellschaftli­che und politische Themen. Die Kreise wissen um ihre Maßstäbe aus dem christlichen Glauben, bieten aber keine fertigen Antworten, sondern begeben sich mit den Frauen auf die Suche.

Den folgenden Zielen der Kreise und Gruppen soll in Zukunft besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden:
Der Kirchenchor will durch ein ausgewogenes Repertoire an Liedern sowohl junge Chormitglieder gewinnen als auch durch bisheriges Liedgut Traditionen bewahren.
Der Posaunenchor wird durch besondere Schnupperkurse den Bläsernachwuchs fördern. Er wird zusätzliche Proben für den Nachwuchs anbieten.
Die Krabbelgruppen beabsichtigen noch deutlicher hervorzuheben, dass sie ein Teil der Kirchengemeinde sind. Außer den regelmäßig stattfindenden „Zwergengottesdiensten“ werden die Krabbelgruppen auch an weiteren Gemeindeveranstaltungen teilnehmen.
Die Bastelgruppe sieht sich nicht als Konkurrenz zum Kindergottesdienst, ihr großer Zulauf wirft allerdings die Frage nach anderen Formen und Zeiten des Kindergottesdienstes auf.
Der Kindergottesdienst-Helferkreis wird über mögliche andere Formen des Kindergottesdienstes nachdenken, um weiterhin Kinder für die Gemeinde zu begeistern. Unabdingbar wird es sein, die Eltern anzusprechen, denn nur sie können auch ihre Kinder an das Gemeindeleben heranführen. Dazu gehört auch das Angebot einer Familienfreizeit und ein regelmäßiges Familienfrühstück.
Für die Gemeindefeste wird bezüglich der Vorbereitung und Mitgestaltung eine (bessere) gemeinsame Planung angestrebt. Eine gemeinsame Aktion, wie ein Theaterstück mit alten und jungen Teilnehmern, soll Bestandteil des Gemeindefestes werden.
Auch der CVJM will sich für mehr jugendgemäße Events in der Gemeinde einsetzen. Er wird darauf hinarbeiten, dass die Kommunikation unter den Gruppen gefördert wird. Durch regelmäßige Planung und Mitgestaltung von Gottesdiensten wird der CVJM dazu beitragen, dass die Gottesdienste zeitgemäßer und vielfältiger gefeiert werden.
Der CVJM-Männerkreis öffnet sich für alle Interessierten und bietet regelmäßige Vortragsreihen mit Gastreferenten an.
Die Frauenkreise werden die Zusammenarbeit mit dem »eeb« (Evangelisches Erwachsenenbildungswerk) suchen. Das Miteinander der Kreise wird gefördert werden, indem untereinander auf das Angebot des jeweils anderen Kreises hingewiesen wird.
Der Seniorenkreis wird sich Gedanken machen, wie er der Tatsache Rechnung tragen kann, dass zwar alle alt werden möchten, aber keiner alt sein will.
Der Besuchsdienstkreis wird künftig monatlich eine Bibelarbeit anbieten, um so dem Wunsch vieler Gemeindeglieder nachzukommen, die sich eine kontinuierliche Bibellese und die Möglichkeit, darüber zu sprechen, wünschen.
Die Kirchengemeinde zeigt sich stets offen für Anregungen und die Gründung neuer Gruppen, die das Gemeindeleben bereichern können. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass Menschen im Alter zwischen 25 und 50 erreicht werden können. Hierzu soll verstärkt das Angebot des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes in Anspruch genommen werden. Außerdem werden sich die einzelnen Gruppen und Kreise bemühen, Gemeindeglieder hinzu zu gewinnen, indem sie sich ansprechen lassen und ansprechend Interessierte werben.

Diakonie

Als christliche Kirchengemeinde verstehen wir Diakonie als Verpflichtung Gott gegenüber, als Lebens- und Wesensäußerung der Kirche einen Dienst am Nächsten zu praktizieren.
Die Kirchengemeinde sieht in ihrem diakonischen Handeln die Präsenz der gottesdienstlichen Gemeinde im sozialen Umfeld, das dazu beitragen kann, neue soziale Orientierung zu schaffen und dort den Menschen nah zu sein, wo sie Hilfe brauchen.
Diakonisches Handeln in diesem Sinne finden wir in unserer Gemeinde bereits in folgenden Bereichen verwirklicht:

Der Diakonieausschuss wird weiterhin bestrebt sein, die diakonischen Handlungsfelder der Gemeinde zu erschließen und entsprechende Schwerpunkte zu setzen. Der Diakonieausschuss wird auch in Zukunft darüber nachdenken, wo welcher diakonische Handlungsbedarf ist und entsprechende Empfehlungen an das Presbyterium weitergeben. Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf zu richten sein, welche Aufgaben an kompetente Partner, wie z.B. das Diakonische Werk in Altenkirchen, abgegeben werden können, welche neuen Aufgaben wahrgenommen werden müssen und welche bisherigen Angebote aufgegeben werden sollen. Insbesondere wird auch über die zukünftige Durchführung der „Diakonie-Haussammlung“ nachzudenken sein.

Ökumene

Ökumenische Aktivitäten haben sich bis vor kurzem auf Gottesdienste anlässlich einer Eheschließung oder den Einschulungsgottesdienst beschränkt. Erfreulicherweise hat sich das ökumenische Klima sehr zum Positiven verändert. Inzwischen werden mehrere Schulgottesdienste zusammen gefeiert.
Eine im „Jahr der Bibel“ gemeinsam veranstaltete Bibelwoche hat Christen beider Konfessionen zusammengeführt.

Die Kirchengemeinde ist stark bestrebt, die ökumenische Arbeit in Zukunft weiter auszubauen:
Es soll gemeinsame Gottesdienste mit der kath. Kirchengemeinde auch ohne besonderen Anlass geben. Die Angebote der jeweils anderen Konfession werden in den beiden Gemeinden bekannt gemacht, Gemeindebrief und Pfarrbrief werden ausgetauscht.
Nach einem ermutigenden Anfang im Jahr 2003 soll die Bibelwoche künftig in ökumenischer Weite durchführt werden. Die Gestaltung wird mit den katholischen Schwestern und Brüdern gemeinsam übernommen.
Auch die Kinderbibelwoche soll demnächst auf ökumenischer Basis veranstaltet werden.
Für Eltern, deren Kinder vor kurzem getauft wurden oder die demnächst ihre Kinder zur Taufe bringen wollen, sollen gemeinsame Taufseminare angeboten werden.

Besondere Veranstaltungen

Auch in Zukunft will die Kirchengemeinde über ihre Gemeindegrenzen hinaus Musik unterschiedlichster Stilrichtungen in Kirchenkonzerten zu Gehör bringen. Es wird aber darauf zu achten sein, dass dieses Angebot auf vier Konzerte pro Jahr beschränkt bleibt, um das Besucherinteresse nicht durch zu viele Angebote zu überfordern.
Über die Durchführung des Gemeindefestes ist stets nachzudenken, um die Begeisterung der ersten Jahre zu erhalten. Dabei ist zu überlegen, ob gerade bei einem Gemeindefest auch alternative Gottesdienstformen umgesetzt werden sollen, damit schon im Gottesdienst die ganze Gemeinde (Erwachsene und Kinder) feiert.
Besonders die Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Gutengermendorf muss überdacht werden, da sich der ursprüngliche Anlass der Partnerschaft verändert hat. Es wird darum gehen müssen, die Partnerschaft mit neuen Inhalten zu füllen.

»Konziliarer Prozess« –
Frieden – Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung

Die positiven Ansätze im ökumenischen Dialog mit der römisch-katholischen Kirche werden vertieft. In Gemeindegruppen und insbesondere im Konfirmandenunterricht werden die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung behandelt.
Als Engagement in dieser Richtung ist sicherlich auch die Unterstützung des Friedensdorfes International in Oberhausen zu sehen. Beim Kirchencafé und in den Frauengruppen wird Kaffee, der aus fairem Handel kommt, ausgeschenkt. Genauso achtet die Kirchengemeinde darauf, dass weitere Produkte aus der regionalen Landwirtschaft stammen und unter ökologischen Gesichtspunkten produziert worden sind.
Im Rahmen der Erwachsenenbildung bietet die Kirchengemeinde ein Forum, über die Zukunftsfähigkeit ökologischen Handelns zu diskutieren. Dabei wird unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ unter anderem auch über ethische Aspekte der synthetischen Agrarchemie und genetisch veränderten Lebensmitteln zu reden sein.
Die Kirchengemeinde wird nach der nunmehr erfolgten Freigabe des Anbaues gentechnisch veränderter Pflanzen ihre Pachtvereinbarungen dahin gehend neu diskutieren müssen, dass ein derartiger Anbau nicht zu verantworten ist.

Pfarrdienst

Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer hat den Auftrag, „als Diener am Wort und Hirte der Gemeinde Birnbach das Evangelium zu verkündigen und die Sakramente zu verwalten“. Neben der christlichen Unterweisung und der Seelsorge ob­liegt der Pfarrerin bzw. dem Pfarrer „mit den anderen Mitgliedern des Presbyteriums Birnbach die Leitung der Kirchengemeinde“ Birnbach
Zu ihren bzw. seinen Aufgaben gehört die Verkündigung des Wortes Gottes. Dabei soll sie bzw. er die theologischen Schwerpunkte deutlich hervorheben und Stellungnahmen zu Fragen der Zeit abgeben.
Grundsätzlich obliegen dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin alle Kasualien (Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung). Diese können anderen Verkündigern unserer Kirchengemeinde im Rahmen ihres Dienstes übertragen werden.
Als besonders wichtig werden das seelsorgerliche Gespräch, die Hausbesuche, die theologische Betreuung von Gruppen und Kreisen und die Konfirmandenarbeit angesehen.
Zu weiteren wichtigen Aufgaben der Pfarrerin bzw. des Pfarrers gehören die Leitung des Presbyteriums und die Aufsicht über Immobilien-, Grundstücks- und Friedhofsverwaltung. Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer hat dafür Sorge zu tragen, dass die Informationen, die bei ihr bzw. ihm eingehen, an die entsprechenden Gruppen und Kreise weitergeleitet werden, um damit die Vernetzung der Gemeinde zu unterstützen.
Darüber hinaus sollte sie bzw. er Kontakte zu Gemeinderäten der einzelnen Ortsgemeinden pflegen und die Verhandlungen bezüglich der Gemeindeangelegenheiten mit dem Kirchenkreis und dem Landeskirchenamt führen.
Übergemeindlicher Aufgaben im Kirchenkreis dürfen nur in dem Maß wahrgenommen werden, soweit die Gemeindearbeit in der Kirchengemeinde nicht vernachlässigt wird oder für entsprechende Unterstützung gesorgt ist.
An der Aufgabenbeschreibung für die Pfarrerin bzw. den Pfarrer soll auch in Zukunft nichts verändert werden. Es sei denn, dass sich die Gemeindesituation grundlegend verändert.

Darstellung der Gemeinde in der Öffentlichkeit

Der viermal im Jahr erscheinende Gemeindebrief wird an alle Haushalte in der Kirchengemeinde Birnbach verteilt. Aufgrund des langen Gültigkeitszeitraumes werden aktuelle Nachrichten in dem Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Altenkirchen und in der Tageszeitung »Rhein-Zeitung« veröffentlicht.
Seit 1997 ist die Kirchengemeinde im Internet vertreten. Die Präsenz umfasst allgemeine Informationen zur Kirchengemeinde sowie aktuelle Nachrichten. Eine Besonderheit ist die online-gestützte Konfirmandenarbeit. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben die Möglichkeit, das Unterrichtsgeschehen jederzeit zu verfolgen und damit z. B. versäumte Arbeitsblätter nachträglich zu erhalten.
In Zukunft will die Kirchengemeinde ihr Online-Angebot ausbauen und die Pflege der Seiten verbessern. Dazu werden Menschen angesprochen, denen ihre Kirchengemeinde so sehr am Herz liegt, dass sie eine Internetpräsenz fördern und begleiten.
Die Kirchengemeinde hat die Bedeutung des Internets als Medium erkannt und will, auch gerade weil die Wochenzeitschrift „DER WEG“ eingestellt worden ist, stärker das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium nutzen.
Wegen der mangelnden Aktualität des Gemeindebriefes und der relativ hohen Kosten wird geprüft werden müssen, ob eine regelmäßige Beilage im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde den Gemeindebrief ersetzen kann.
Wegen des großen Interesses an der Geschichte der Kirche in Birnbach wird ein Handzettel mit Kurzinformationen über das Gotteshaus erstellt.