Diakonieausschuss bittet um Geldspenden für die Flut-Opfer

Der Diakonieausschuss unserer Kirchengemeinde ist bestürzt über die schrecklichen Folgen des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Gottesdienst am vergangenen Sonntag in Weyerbusch wurde in Liturgie, Predigt und vor allem in der Fürbitte den Opfern und Notleidenden gedacht. In einer spontanen zusätzlichen Kollekte kamen weit über 500 Euro für die Hochwasser-Opfer bei dem Open-Air-Gottesdienst am Gemeindezentrum zusammen! Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

Die Fürbitten des Gottesdienstes nach Psalmworten finden Sie untenstehend!

Die Lage in den Flutgebieten bleibt weiterhin schwierig:  noch immer funktionieren mancherorts die Basis-Strukturen (Strom, Trink- und Abwasser, Gas und Telefonnetze u.a.)  – nicht ausreichend, teils sogar noch längerfristiger. Der Diakonie-Ausschuss, der auch zunächst über Sachspenden-Sammlungen nachgedacht hatte, sieht angesichts der Meldungen aus den Katastrophengebieten derzeit von solchen Sammlungen ab.  Logistisch sind die Sachspenden, die vielerorts in den gefluteten Orten schon eingetroffen sind, nicht mehr zu bewältigen und kosten kostbare Helferstunden, die andernorts dringender gebraucht werden.  Deshalb schließt sich der Diakonie-Ausschuss unserer Kirchengemeinde dem Aufruf der überörtlichen Diakonie an und bietet weiterhin um Geldspenden.

 

Aufruf des Diakonischen Werkes:

Menschen, die sich vor den Wassermassen auf ihr Hausdach retten. Von der Außenwelt abgeschnittene Orte, evakuierte Stadteile. Die Folgen, die das Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz angerichtet hat, sind verheerend. Mehr als 80 Menschen haben bislang durch die Katastrophe ihr Leben verloren, Hunderte gelten noch als vermisst. Zahlreiche Familien stehen vor dem Nichts: Das Hochwasser hat ihr Hab und Gut mitgerissen oder zerstört. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

Betroffene stehen vor dem Nichts – 100.000€ Soforthilfe der Diakonie RWL

„Unsere Mitarbeitenden berichten von dramatischen Situationen und verzweifelten Menschen vor Ort. Wir müssen jetzt unkompliziert und pragmatisch jenen helfen, die alles verloren haben“, sagt Thomas Oelkers, Vorstand der Diakonie RWL. In dieser Extremsituation zeige sich Solidarität und sozialer Zusammenhalt, so Oelkers. „Die Diakonie RWL stellt deshalb als Soforthilfe 100.000 Euro zur Verfügung.“

„Ich bin tief erschüttert von den schrecklichen Bildern und Nachrichten, die uns aus den Gemeinden erreichen“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel. Der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland appelliert: „Ich rufe alle Christinnen und Christen auf: Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen.“

Nach heftigen, anhaltenden Regengüssen waren innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Flüsse in unserer Region über die Ufer getreten und entwickelten sich zu reißenden Gewässern. Ganze Landstriche wurden überflutet, Häuser stürzten ein, in einigen Regionen ist der Katastrophenfall ausgerufen. Hunderttausende Menschen sind ohne Strom oder mussten evakuiert werden.

Jetzt gemeinsam helfen

Diakonie RWL, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen bitten gemeinschaftlich um Spenden für Opfer der Unwetterkatastrophe. Das Konto bei der KD-Bank lautet:

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL

IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20

Stichwort: Hochwasser-Hilfe
Weitere Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.diakonie-rwl.de/hochwasser-hilfe

 Hilfe muss vor Ort organisiert werden

Gemeinsam mit den regionalen Diakonischen Werken in den vom Hochwasser am schwersten betroffenen Gebieten werden wir in den nächsten Tagen die Hilfen organisieren. Dazu haben wir in der Diakonie RWL einen Krisenstab eingerichtet und stehen im Kontakt zur Zentrale der Diakonie Katastrophenhilfe in Berlin.

Symbolfoto Kollektensammlung: Archiv KK AK/Stroh

Fürbitten im Gottesdienst am Sonntag, 18.7.21:

Gott des Lebens, wir sind erschrocken und aufgewühlt:

Das Hochwasser der vergangenen Tage hat Menschen fortgeschwemmt.

Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült. Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause. Gott, wir rufen zu dir wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:

„Rette mich, Gott!

Das Wasser steht mir bis zum Hals.

Ich bin versunken in tiefem Schlamm

und finde keinen festen Grund.

In tiefes Wasser bin ich geraten.

Eine Flutwelle spülte mich fort.“   (Psalm 69,2+3).

 

Gott, wir bitten dich um Trost und Beistand für alle, deren Zuhause verwüstet ist, die evakuiert werden mussten, die Hab und Gut verloren haben. Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen:

tatkräftige Unterstützung,

finanziellen Beistand,

emotionale Begleitung,

unermüdliche Gebete.

Gott,

wir bitten Dich

um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben,

und um Trost für ihre Angehörigen.

 

Gott,

wir bitten Dich

für die Männer und Frauen,

die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen,

die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen, die Dämme sichern,

die für Notunterkünfte sorgen.

Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun. Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

 

Gott,

wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.

Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen, was wir unserer Umwelt antun. Hilf uns umzukehren.

Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir,

zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:

Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte, zeig mir deine Treue und rette mich! Zieh mich aus dem Schlamm,

sonst muss ich darin versinken!

Rette mich aus dem Strudel …

und aus dem tiefen Wasser!“  (Psalm 69,14.15)

 

 „Digitaler Klageraum ist eigerichtet“

Nach verheerenden Unwettern in der Nacht zu Donnerstag, 15. Juli, die in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auch Gebiete der Evangelischen Kirche im Rheinland getroffen haben, ist die Not bisweilen unaussprechlich. Deshalb hat die rheinische Kirche jetzt einen digitalen Klageraum eingerichtet – für Sorgen, Bitten, Trauer, aber auch für Anteilnahme.  MEHR:

 

(Foto oben: Evangelische Kirche in Bayern)