Wir hätten gerne noch lange länger gewartet…

Presbyteriumssitzung, Posaunenchor, CVJM, Bauausschuss, Ortstermin an der Kirchen-Baustelle… – wo ist Gerd? Noch nicht da? Kein Problem!

In spätestens zehn Minuten wird er da sein!

Mittendrin. Voller Energie. Voller „Anpack“. Freundlich und offen. Er wird loslegen! Gutes und Nachhaltiges tun. Verbindendes. Und den richtigen Ton treffen.

Seit Freitag vor Palmsonntag wird unser Warten auf Gerd nichts mehr bringen. Keine Zehn-Minuten-Chance mehr. „Unser Gerd“ wird nicht mehr kommen: Nicht mehr anpacken, uns mit seiner freundlichen Art entgegenstrahlen, nicht mehr…

In Fassungslosigkeit sind wir alle vereint über den plötzlichen Tod von Gerd Marenbach, der von Kindesbeinen an zu unserer Kirchengemeinde gehörte und diese Gemeinschaft so facettenreich lebte und bereicherte. Wir tun uns so schwer nach dieser Karwoche, das Licht der Auferstehung zu sehen.

Und wir singen es dann doch – mit mehr als einem Kloß im Hals – am Ostermorgen und bei der Beerdigung von Gerd: „Wir wollen alle fröhlich sein!“ (EG 100)

„Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod. HALLELUJA!“

Danke Gerd für alles, was Du uns als Kirchengemeinde gegeben hast, auch als treuer „lauter Blech-Verkündiger“. Und DANKE, dass Du uns – wie ein letztes liebesvolles Geschenk – den Choral 100 aufs Auge gedrückt hast. So deutlich, dass wir es begreifen müssen und sollen. (Als allerletztes gemeinsames Lied in der letzten Posaunenchorprobe in der Woche vor seinem Tod forderte Gerd, für seine Verhältnisse ziemlich massiv! – ein halbes Jahr nach seinem Geburtstag – endlich sein ihm zustehendes Geburtstagsständchen ein. Gespielt haben wollte er unbedingt „Wir wollen alle fröhlich sein!“ Er wollte den Osterjubel raustrompeten.)

Wir hätten gerne noch lange länger als zehn Minuten auf Dich gewartet, lieber Gerd!

Unsere Traurigkeit und Fassungslosigkeit vereint uns hier. Vereint sind und bleiben wir nun mit Dir nur noch im gemeinsamen Warten „auf den, der kommt, der ist und der bleiben wird. In Ewigkeit! Halleluja!“

Danke, Gerd für alles Tun!